02 Mrz 2015
März 2, 2015

Rauchstopp bei Diabetes

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Der Zusammenhang zwischen Diabetes und Rauchen wird trotz eindeutiger Untersuchungsergebnisse noch immer stark unterschätzt, warnt die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG). Besonders erschreckend ist dabei die Tatsache, dass sogar Jugendliche, die zu Hause oder bei Freunden nur passiv mitrauchen und selbst nie zur Zigarette greifen, viermal häufiger das so genannte »Metabolische Syndrom« – eine Vorstufe des Diabetes – entwickeln als Jugendliche in einer rauchfreien Umgebung.

In Österreich gibt es über 350.000 diagnostizierte Diabetiker,Tendenz stark steigend. Vermutlich 150.000 wissen noch nicht einmal von ihrer Diabeteserkrankung. Noch mehr Menschen rauchen in Österreich – über 30% der erwachsenen Bevölkerung. Beide Risikofaktoren haben eines gemeinsam: wird der Diabetes nicht ausreichend behandelt oder raucht man weiter, kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen, zu Invalidisierung und sogar zum vorzeit igen Tod kommen. Zwischen Diabetes und Rauchen gibt es dabei viele unheilvolle Zusammenhänge:

  • Rauchen kann Diabetes verursachen.
  • Rauchen verschlimmert den Verlauf von Diabetes. Diabetiker, die rauchen, verdoppeln bis verdreifachen ihr Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen oder eine Amputation zu erleiden oder zu erblinden.
  • Auch Passivrauchen ist gefährlich! Passivrauchen beschleunigt etwa den Alterungsprozess um 67%.

„Aus diesen Gründen ist ein Rauchstopp bei Menschen mit Diabetes besonders wichtig, wenn sie gesund bleiben möchten. Mehrere Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass ein Rauchstopp hinsichtlich der Risikoverminderung noch effektiver ist als die Behandlung mit Diabetesmedikamenten“, ergänzt Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak, Universitätsklinik für Innere Medizin Graz.